Der Grundriss steht, der Bau läuft und die Einrichtung scheint noch weit entfernt. Genau in dieser Phase fallen aber Entscheidungen, die später beeinflussen, wo ein Tisch stehen kann, welche Wand Stauraum aufnimmt und wie ein Raum beleuchtet wird.
Für die Inneneinrichtung eines Neubaus müssen Sie noch nicht jedes Möbel auswählen. Hilfreich ist zunächst eine nachvollziehbare Vorstellung davon, wie die Räume genutzt werden sollen. Daraus ergeben sich Anforderungen, die Sie mit Architektur, Fachplanung und ausführenden Betrieben abstimmen können.
Wann sollte die Innenraumplanung im Neubau beginnen?
Beginnen Sie, sobald ein belastbarer Grundrissentwurf vorliegt – möglichst bevor Positionen für Anschlüsse und feste Einbauten endgültig festgelegt werden. So können Möbelanordnung, Licht und technische Planung aufeinander reagieren. Welche Änderungen noch möglich sind, hängt vom Baufortschritt und den Vereinbarungen mit Ihren Projektpartnern ab.
Vom Grundriss zum Alltag
Ein eingezeichnetes Sofa zeigt noch nicht, ob der Wohnraum zu Ihrem Leben passt. Überlegen Sie für jeden Raum: Wer nutzt ihn, wofür und wie oft? Brauchen Sie einen ruhigen Arbeitsplatz, einen großen Esstisch, Platz für Gäste oder viel Stauraum im Eingangsbereich?
Denken Sie auch an alltägliche Abläufe. Wo legen Sie nach dem Heimkommen Taschen und Schlüssel ab? Wo stehen Staubsauger und Reinigungsmittel? Wohin kommen Jacken, Schuhe und Vorräte? Solche Fragen helfen, Stauraum einzuplanen, bevor freie Flächen nur nach ihrem Aussehen eingerichtet werden.
Möbelpositionen als Grundlage für Anschlüsse
Markieren Sie wichtige Möbel mit realistischen Maßen im Grundriss. Dazu gehören Bett, Schreibtisch, Sofa, Esstisch und größere Schränke. Prüfen Sie Türbewegungen und Wege durch den Raum. Auch ein Möbel, das erst später gekauft wird, kann schon mit einer vorgesehenen Größe berücksichtigt werden.
Diese Anordnung dient als Gesprächsgrundlage für Steckdosen, Leuchtenauslässe und weitere Anschlüsse. Die technische Auslegung übernimmt die zuständige Fachplanung beziehungsweise der Fachbetrieb. Interior Design beschreibt dabei, was der Raum gestalterisch und funktional leisten soll.
Licht planen, bevor nur die Leuchte übrig bleibt
Die Frage „Welche Lampe gefällt uns?“ kommt häufig zu früh. Zuerst sollte geklärt sein, wo Grundlicht, Licht für bestimmte Tätigkeiten und Akzente gebraucht werden. Anschließend lässt sich eine passende Lösung auswählen.
Am Esstisch ist die Beziehung zwischen Tisch und Leuchte wichtig. Im Homeoffice zählt der Arbeitsplatz, im Wohnbereich die gewünschte Nutzung am Abend. Wer diese Situationen früh beschreibt, kann sie mit Möbeln und Anschlüssen abstimmen. Professionelle Beleuchtungssysteme finden Sie bei NOVARAIL, der Muttermarke von NOVADIS.
Farben und Materialien gemeinsam auswählen
Boden, Türen, Wandfarben und Möbel wirken miteinander. Eine einzelne Materialprobe im Geschäft zeigt nur einen Ausschnitt. Stellen Sie deshalb eine kleine Auswahl zusammen und betrachten Sie sie möglichst im vorgesehenen Raum und bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen.
Ein Moodboard hilft, die Richtung festzuhalten. Es sollte nicht möglichst viele schöne Bilder enthalten, sondern die wesentlichen Entscheidungen zeigen: Welche Materialien bilden die Basis? Wo setzen Sie Farbe ein? Welche Oberflächen und Möbel sollen sich wiederholen? Wie ein Moodboard aufgebaut ist und wie Sie es erstellen, zeigt unser Ratgeber Moodboard erstellen.
Was braucht ein Interior Designer für die Neubauplanung?
- Aktuelle Grundrisse mit Maßangaben und dem jeweiligen Planungsstand.
- Informationen zu Raumhöhen, Fenstern, Türen und festen Einbauten.
- Bekannte Termine für technische Abstimmungen und Bemusterung.
- Ihre Wünsche zur Nutzung jedes Raums.
- Möbel, die aus der bisherigen Wohnung mitziehen.
- Budgetrahmen für Planung, Einrichtung und Ausbau.
Wenn sich Grundriss oder Bauablauf ändern, muss die Einrichtung darauf abgestimmt werden. Halten Sie deshalb fest, welche Unterlagen aktuell sind und welche Entscheidungen noch offenstehen.
Häufige Fragen
Ist eine Planung schon ohne fertiges Aufmaß möglich?
Ein Konzept kann auf einem verlässlichen Planungsgrundriss beginnen. Vor verbindlichen Bestellungen oder maßabhängigen Ausführungen müssen die relevanten Maße geprüft werden. Wie und wann das geschieht, stimmen Sie mit Ihren Projektpartnern ab.
Müssen wir alle Möbel vor Baubeginn bestellen?
Nein. Zunächst geht es um Nutzung, Position und ungefähre Abmessungen. Bestellungen folgen, wenn Auswahl, Maße, Budget und Termin zusammenpassen.
Was ist, wenn der Neubau bereits weit fortgeschritten ist?
Auch dann lässt sich ein Einrichtungskonzept entwickeln. Die Planung muss die schon festgelegten Anschlüsse und Oberflächen berücksichtigen. Im Erstgespräch klären wir, welche Spielräume noch bestehen.
Vom Grundriss zum stimmigen Raum
NOVADIS plant Raumgestaltung, Beleuchtung und Möbel als gemeinsames Konzept. Welche Leistungen die einzelnen Pakete enthalten, erfahren Sie auf unserer Seite zu Designpaketen und Planungskosten. Wenn Sie Ihren Neubau besprechen möchten, vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch.

